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Donnerstag, 22. November 2012

Vogelzug

Als Vogelzug bezeichnet man den Flug der Zugvögel von ihrem Brutgebiet zu ihren Winterquartieren (vgl. Wikipedia).

Diese 100 Deegvögel haben heute ihr Nest im winterlichen Bremen verlassen, um sich über Hamburg auf den Weg nach Portugal zu machen.

Freitag, 18. März 2011

Mini-Ausstellung in Mailand

Besucher der In-Cosmetics können vom 29. bis 31. März 2011 am Messestand Nr. E30 einen Blick auf zwei Originalwerke des Origamikünstlers Rudolf Deeg werfen.

Freitag, 3. Dezember 2010

Zu Gast bei Stefan Raab

In seiner Sendung "TV total" auf Pro 7 präsentiert Moderator Stefan Raab von Montag bis Donnerstag wechselnde Künstler aller Art. Für die Sendung am 02.12.2010 hatte man Rudolf Deeg, als Deutschlands bekanntesten Origamikünstler, eingeladen. Ich verfolgte das Interview hinter der Studiokulisse per Monitor, nachdem ich zuvor im Off alle mitgebrachten Kunstwerke auf dem mobilen Tisch in Position gebracht hatte. Beim Aufbau arbeite ich immer mit Handschuhen und drapiere die Figuren mit größter Sorgfalt und Vorsicht. Mir blieb fast das Herz stehen, als ich mit ansehen musste, wie Herr Raab vorwitzig begann diese Krabbe auseinander zu ziehen.


Der Origamikünstler selbst war zu höflich, seinen Gastgeber zu stoppen. Zum Glück konnte ihn die Aufnahmeleitung noch davon abhalten, die knapp 10-stündige Arbeit komplett zu zerlegen. Herr Raab war sichtlich irritiert, dass man so viel Zeit in diese Kunstform investiert. Das irritierte mich wiederum, weil ich ein völlig anderes Bild von dem Moderator hatte. Seine vielen Aktivitäten vermittelten mir stets den Eindruck, dass er wusste, welche Energie und Motivation man entwickeln kann, wenn man seiner Leidenschaft folgt. Eine Leidenschaft für Kunst außerhalb der medialen Welt schien Herr Raab jedoch nicht nachvollziehen zu können. Der Mann, der Wok- und Autoball-WMs ins Leben gerufen hatte, fragte Herrn Deeg allen Ernstes nach dem "Warum?" und das, während ein Tisch voller Antworten vor ihm stand.

Sendung online ansehen.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Biggest Ever Book of Origami


Mit seinem kleinen Fisch ist Herr Deeg jetzt ganz groß rausgekommen. Auf 29,4 x 28,8 cm findet sich das erste veröffentliche Diagramm des Origamikünstlers. Im Biggest Ever Book of Origami findet sich der "Mirror Fish" von Rudolf Deeg.

Autor Nick Robinson zeigt in seinem groß(form)artigen Buch neue Anleitungen für schlichte Origamifiguren. Optisch ansprechend aufgearbeitet und mit dazugehörigem Papier, zum sofortigen losfalten.

Donnerstag, 5. November 2009

Auf Sendung


Nach der Veröffentlichung der Geldscheinmodelle in der Zeitschrift Glamour, lud uns Radio Bremen zum TV-Interview ein. Während der Origamikünstler in die Maske geschickt wurde, baute ich die von uns mitgebrachten Deeg-Modelle im Studio auf - umringt von Kameramännern, Regieassisten, Aufnahmeleiter und Lichtsetzern, die mit einer fassungslosen Faszination fragten: "Und das ist wirklich aus einem Blatt Papier?" Ich nickte lächelnd. Herr Deeg hatte mir schon berichtet, welches Erstaunen seine Faltkunst auf den Veranstaltungen auslöst, auf denen er als Origimientertainer gebucht wird. Es war schön, dies einmal live miterleben zu dürfen.

Heute Abend um 18:45 Uhr geht die Aufzeichnung im Radio Bremen TV auf Sendung.

Mittwoch, 16. September 2009

Warten auf den Geldtransporter


Während sich der Origamikünstler Rudolf Deeg bereits auf dem Weg zum nächsten Auftrag befindet, warte ich auf den Kurierdienstfahrer, um die gestern Nacht noch fertig gestellten Geldscheinmodelle zu übergeben.

Nervenaufreibende Tage liegen hinter uns. Beruftätige wissen, dass es einen gewissen Aufwand erfordert, um an Geld zu kommen. Aber die Wenigsten werden wissen wie viel höher der Aufwand ist, um an Falschgeld zu kommen!

Es fand sich kein Hersteller, der uns beidseitig bedrucktes, authentisch aussehendes Spielgeld in der richtigen Größe liefern konnte, das sich auch zum falten eignete. Bei allen gekauften und bestellten Scheinen brach die Farbe vom Papier, sobald man sie knickte. Es kostete uns einen kompletten Tag und viel Aufwand und Geschick, um wenigstens im Ansatz brauchbares Material zu erstellen.

Am liebsten hätte Herr Deeg mit echtem Geld gearbeitet. Der Kunde wünschte sich allerdings (u.a.) 8 Kusadamablüten aus 500 Euroscheinen. Das hätte allein an Materialkosten die stolze Summe von 20.000 Euro verschlungen, denn eine Blüte besteht aus 5 einzelnen Elementen. Nebenbei sei bemerkt, dass Kusadamablüten aus Quadraten gefaltet werden, so dass man die Scheine auch noch hätte zerschneiden müssen.

Vom Geldscheinblumengebinde abgesehen, hat der Origamikünstler Rudolf Deeg für diesen Auftrag wieder neue Origamifiguren erfunden:

Mittwoch, 2. September 2009

Kundenorientiert


Lange Zeit führte Origami ein Schattendasein in den Bastelbüchern der Kinderzimmer. Inzwischen ist es zu einer Kunstform geworden, die der Bildhauerei gleicht. Aus nur einem Blatt Papier können heutzutage detailgetreue und realistische Figuren entstehen, gegen die der traditionelle Kranich wirkt, wie eine Büroklammer neben dem Eifelturm. Ungeachtet dessen wünschen sich die meisten Kunden aus der Werbebranche optisch schlichte Motive. Da das (urheberrechtsfreie) traditionelle Origami zwar schlichte, aber nicht zwingend schöne Figuren bietet, hat es sich Origamikünstler Rudolf Deeg zur Aufgabe gemacht, sein Repertoire entsprechend zu erweitern.


Die hier gezeigten Werke kamen als Mobilefiguren in einem Werbespot zum Einsatz. Um für ein harmonisches Gesamtbild zu sorgen, setzte Herr Deeg dabei bewusst auf eine gleichbleibende Base und vermochte es, trotz der identischen Grundform, zwei unverwechselbare Tiere zu erschaffen.

Dienstag, 30. Juni 2009

Rüstungsindustrie


Was Sie hier sehen ist ein kleiner Ausschnitt des letzten Auftrages:


Ein Schweizer Unternehmen wünschte sich eine 200 Stück starke Panzerarmee in der Farbe des Friedens.

Freitag, 8. Mai 2009

Paperball of God


Eine kluge Frau hat einmal gesagt:

Man kann sich in Papier verlieben. Es braucht nur die richtige Form.

Viele Bremer sind seit gestern in diese Form verliebt:

Der Papierball lag während des Uefa-Cup-Halbfinales auf dem Hamburger Spielfeld und war kausal für den Sieg der Bremer.

Im darauf folgenden ZDF-Interview erfährt man mehr über den "deutschen Fußballspieler", der von Werder-Fans als "Papierkugel Gottes" bezeichnet wird.

Wer dieses Meisterwerk der Faltkunst einmal in seinen eigenen Händen halten möchte, für den haben wir diese international verständliche Anleitung erstellt:

Montag, 27. April 2009

Mein Schweinchen


Es gibt verschiedene Wege zu einer fertigen Figur. Manche nutzen einen "Routenplaner", andere fahren in eine grobe Richtung drauf los und einige kommen auf dem Weg zu einem bestimmten Ziel plötzlich auf ganz neue Ideen. Solch ein Zufallsmodell ist dieses Schwein:

Ein noch nicht formvollendeter Entwurf, dem sich Herr Deeg bei Gelegenheit mal wieder annehmen wollte. Die "Geburt" des Tieres liegt inzwischen jedoch so weit zurück, dass nur noch die Figur selbst den Weg zu ihrer Entstehung kennt. In solchen Situationen bleibt dem Künstler dann lediglich eine Möglichkeit diese Kenntnis zu erlangen: Er muss die Figur auseinanderfalten.

Nun ist es so, dass ein Origamiwerk - wie jedes andere handgemachte Kunstwerk - ein Unikat ist. Bei plan gefalteten Papiermodellen sind die Unterschiede meist unerheblich, aber bei modellierten Figuren hat jede ihren eigenen Charme. Und das kleine Schweinchen hatte es mir mit seinem besonders angetan. Die Haltung, die Schnauze, der Ausdruck... ich konnte nicht zulassen, dass diese niedliche Kreatur unwiederbringlich verloren geht!

Jede Tierschutzorganisation wäre stolz auf mich gewesen, denn es gelang mir, das Schwein vor seiner "Schlachtung" zu retten. Natürlich bedaure ich, dass ich damit gleichzeitig jegliche Reproduktion des Tieres unterbunden habe, aber wenn ich es mir ansehe, dann ist es dieses Opfer wert.

Ja, man kann sich in Papier verlieben. Es braucht halt nur die richtige Form.

Mittwoch, 22. April 2009

Papier als rare Ware


Ein professioneller Origamikünstler bevorzugt echtes Origamipapier für seine Werke. Dieses Papier kommt - wie Origami selbst - aus Japan. Es gibt nicht viele Fachhändler in Deutschland, die einen mit japanischem Origamipapier versorgen können. (Ich kenne nur zwei.) Das birgt Probleme.

Zum einen wäre da die lange Lieferzeit, die eine Bestellung in Japan über den Fachhändler mit sich bringt. Im schlimmsten Fall kann diese ein halbes Jahr betragen. Für den Hobbybastler mag das kein Problem sein, aber für den Origamientertainer, der im besten Fall einen Monat vor dem Event verbindlich gebucht wird schon.
Zum anderen ist es selbst bei bester Vorbereitung möglich, dass in einer Bestellung, die bereits vor Monaten aufgegeben wurde und dem Fachhändler sogar noch rechtzeitig vor einer Veranstaltung geliefert wird, ausgerechnet der Karton fehlt, der das benötigte Papier enthalten sollte.

Gutes Papier ist also keineswegs immer einfach und schnell zu beschaffen. Es ist etwas Besonders. Genau wie Origami.

Samstag, 18. April 2009

Für Audi in Hamburg


Sollten Sie das Glück haben, zu einem der 600 VIP-Gäste auf dem Audi-Event im Hamburg Cruise Center zu gehören, freuen Sie sich am 23.04.2009 auf exklusives Origami-Entertainment mit Rudolf Deeg.

Donnerstag, 16. April 2009

Origami Pfau von Rudolf Deeg


Es hätte mich auch wirklich sehr überrascht, wenn der Auftraggeber nicht begeistert gewesen wäre, nachdem ihm ein Bild des fertigen Rudolf Deeg Pfaus zugegangen war:

Origami-Pfau aus nur einem Blatt

Der Origamikünstler hatte bis in die frühen Morgenstunden gefärbt und gefaltet. Damit der einmalige Vogel auch unbeschadet in Hamburg ankommt, hat Herr Deeg angeboten ihn persönlich vorbeizubringen. Morgen gehen beide auf die Reise.

Dienstag, 14. April 2009

Eigener Origami Pfau erwünscht


Um bei der unklaren Rechtslage kein Risiko einzugehen, hat sich der Auftraggeber über Ostern dazu entschlossen, Rudolf Deegs Angebot in Anspruch zu nehmen und einen eigenen Pfau des Origamikünstlers zu ordern. Allerdings mit der Auflage, dass dieser eine große Ähnlichkeit mit der Vorlage aufweisen soll. Da die Zeit drängt, wünscht man noch bis 18 Uhr eine Rückmeldung und einen aktualisierten Kostenvoranschlag. Hatte ich nicht noch letzte Woche geschrieben, der Pfau sei keine Herausforderung? Nun war er es! Herrn Deeg blieben nur wenige Stunden, um ein eigenes Modell zu entwerfen. Ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, aber er hat es geschafft. Was Akira Yoshizawa mit zwei Blatt Papier auf die Beine stellte, gelang Rudolf Deeg mit einem. Da sein eigener Vogel ein anderes Papierformat benötigt, war die vorherige Auswahl hinfällig geworden und die gewünschte Farbe (zartblau) gab es nicht in dem notwendigen Format. Um den Pfau zu falten, muss Herr Deeg eigens Papier einfärben. Doch damit kann erst morgen begonnen werden. Heute sind die Fachgeschäfte bereits geschlossen.

Mittwoch, 8. April 2009

Origami und Urheberrecht


Die Zusage für den Pfau-Auftrag kam umgehend. Im darauf folgenden Telefonat wies Herr Deeg die Agentur allerdings darauf hin, dass er keine Rechte für die Verwendung des Yoshizawas Pfaus einräumen kann.

Das Urheberrecht ist eine komplizierte Sache. Nicht nur unter Faltern und Künstlern herrscht dabei Unsicherheit. Darf man ein Einverständnis der Nutzung annehmen, wenn ein Origamikünstler seine Modelle zur Nachfaltung mittels Faltanleitungen freigibt? Und was ist, wenn völlig andere Faltschritte am Ende zum selben Ergebnis führen? Ab wann liegt eine eigene Schöpfung vor, durch die man sich von einer Replik löst? Auf Nummer Sicher geht ein Auftraggeber nur, wenn er beim Künstler ein eigenes Werk bestellt.

Dienstag, 7. April 2009

Anfrage Origami Pfau


Gesten erreichte uns eine Anfrage bezüglich eines Origami Pfaus für eine Werbekampagne. Der E-Mail waren Bilder aus dem Internet beigefügt. Selbstverständlich stellt das Modell (Akira Yoshizawa Peacock) für einen geübten Origamikünstler keine Herausforderung da. Herr Deeg fertigte sogleich ein Muster an und sandte es als Digitalbild an die Agentur.